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	<title>StressToy &#187; Vorsorgevollmacht</title>
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		<title>Geregelt</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 17:37:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist bekanntermaßen das beste, wenn der Mensch am Ende seines Lebens einfach die Knöppe zumacht und aufhört zu atmen. Mal abgesehen davon, dass es für Kranken- und Pflegekassen ohnehin das beste ist, wenn sie möglichst wenig in Anspruch genommen werden, ist es vor allem für die Angehörigen und Dableibenden besser, wenn diese Ausnahmesituation am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2231" title="Geregelt..." src="http://www.stresstoy.de/wp-content/uploads/pflege-e1272675164839.jpg" alt="" width="540" height="230" />Es ist bekanntermaßen das beste, wenn der Mensch am Ende seines Lebens einfach die Knöppe zumacht und aufhört zu atmen. Mal abgesehen davon, dass es für Kranken- und Pflegekassen ohnehin das beste ist, wenn sie möglichst wenig in Anspruch genommen werden, ist es vor allem für die Angehörigen und Dableibenden besser, wenn diese Ausnahmesituation am Ende wenig lange währt zum einen und zum anderen, dass der Ablebewillige diese Ausnahmesituation in irgendeiner Weise geregelt hat.</p>
<p>Nun ist es dem Menschen durchaus eigen möglichst lange anzunehmen, er sei unsterblich und es ginge immer alles so weiter wie schon in den vergangenen Lebensjahrzehnten. Als Widerspruch wird dabei offenbar auch nicht so oft empfunden, dass ja nun schon andere auf den Städtischen Friedhof umgezogen sind. Irgendwann kommt dann aber doch für jeden so ein Moment, wo die Fantasie der eigenen Unverwundbarkeit nur noch mit größten Verdrängungsmechanismen aufrecht zu erhalten wäre. Mein persönlicher solcher Moment war Ende vergangenen Jahres gekommen. Mit Anfang Vierzig hat man, wenn es gut läuft, die Hälfte seiner Lebenserwartung locker abgelebt und wenn es blöd läuft, vielleicht auch schon deutlich mehr. Man weiß es eben nicht und so habe ich glaube ich das einzig richtige gemacht und drei Menschen mit einer Vorsorgevollmacht versehen sowie einem Patiententestament und meinen Willen kund getan, entwickelt in vielen persönlichen Gesprächen, was ich denn wollen würde, wenn sich mein Hirn, also das, was mich ausmacht und zu dem macht, der ich immer war, verabschiedet ohne den dann willensfreien Körper mitzunehmen. Was wäre denn wohl mein Wille, wenn ich eines Tages in einem medizinischen Maschinenpark angekettet und piepsender Technik ausgesetzt wäre ohne Aussicht darauf, jemals wieder genüsslich im Gartendreck zu wühlen oder einen Computer bis aufs Gerippe auseinander zu nehmen und wieder zusammen zu setzen? Ich weiß jetzt, was ich will und bin an diesem wundervollen Frühlingstag heute zu meiner Notarin gewackelt und habe diesen nunmehr gefassten Willen unterschrieben. Ich muss sagen, das fühlt sich ziemlich gut an, sicher zu stellen, dass mein Willen für den Eventualfall niedergeschrieben, ausgedruckt, zentral registriert und bestempelt ist und ich damit eine realistische Chance geschaffen habe, dass die mit meinem Willen und meinen Entscheidungen bedachten wissen, was zu tun ist. Nun kann man Löcher rein machen ins Dokument und es abheften und hoffen, dass ich am Ende doch einfach so die Knöpfchen zumache. Hoffen darf man schließlich. :-)</p>
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