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	<title>StressToy &#187; Netzzensur</title>
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		<title>jumsch: Die Richtung verschwimmt</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 14:22:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Normalerweise übernehme ich keine Artikel von anderen Seiten, schon allein aus dem Grunde, dass es hier nur echten, werbefreien, eigenen Content geben soll. In diesem Falle aber will ich mal nicht so kleinlich sein, auch weil ich den Artikel, der zwar auf einer anderen Seite steht, dennoch aus meinem Kopf geflossen ist, wichtig finde und zur thematischen Umgebung hier gut passt. Das Original findet sich auf der Seite des Projekts Jugendmedienschutz, und zwar hier:</p>
<p><a href="http://www.jumsch.info/2009/11/19/die-richtung-verschwimmt/" target="_blank">http://www.jumsch.info/2009/11/19/die-richtung-verschwimmt/</a></p>
<p>Die große Vermischung von allem ist ein bekanntes Phänomen in den Diskussionen um das Internet im Spannungsfeld zwischen Jugendschutz und politisch gewollten Zensurmaßnahmen. Immer öfter wird in den Debatten der Kinder- und Jugendschutz vorgeschoben, um eigentlich politisch gewollte Zensurarchitekturen in den nationalen Netzen durchzusetzen. So war neben anderen Klassikern wie Meinungsfreiheit und Datenschutz die Jugend im Netz wieder das große Thema beim diesjährigen Internet Governance Forum (IGF) im ägyptischen Sharm El Sheik. Die Speerspitze der Kinderschützer, die ägyptische First Lady Suzanne Mubarak forderte öffentlichkeitswirksam auf einer eigens für sie angesetzten Veranstaltung ein, dass die Internetzugangsanbieter doch endlich die Sperrlisten einsetzen sollen. Auch andere vermeintliche Experten forderten den Einstieg in die Zensur.</p>
<p><span id="more-2042"></span>Kritisch warnte hingegen der finnische Abgeordnete Jyrki Kasvi aus eigener Erfahrung mit den gebetsmühlenartig geforderten Netzsperren vor dem Einstieg in die Zensur. Sein Blog war von den Behörden auf die Sperrliste genommen worden, weil er sich kritisch mit dem Thema auseinander gesetzt hat. In Finnland, wo die Sperrlisten nicht verpflichtend waren, werden sie nur noch als frei wählbare Option von den Unternehmen angeboten. Robert Guerra von Freedom House warnte im Hinblick auf Überlegungen, Sperrregime über Interpol noch weiter zu verbreiten, dass in anderen politischen Systemen die Gefahr des Missbrauchs groß sei.</p>
<p>Die Diskussion um die Netzsperren ist aufgeregt und unsachlich geworden. Die Rahmenbedingungen, über die hier diskutiert werden, rücken immer weiter in den Hintergrund und finden sich auch nur noch selten in der Berichterstattung. Wenn wir von EU-Europa ausgehen, dann wird die wesentliche Übereinkunft nämlich die zur <span style="padding-bottom: 2px; border-bottom: 1px dotted #DD0000" >Netzneutralität</span><sup><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Netzneutralität" target="_blank" title="Wikipedia-Definition von: Netzneutralität" style="font-family: Georgia, Times New Roman, Serif; font-weight: bold; color: #AAAAAA" ><em>W</em></a></sup> mit den Bestrebungen von Netzsperren versucht auszuhebeln. Artikel 5 Absatz 1 der europäischen Zugangsrichtlinie verpflichtet die Zugangsanbieter zu Netzneutralität. Damit meint man konkret alle eingehenden und ausgehenden Pakete dürfen seitens des Zugangsanbieters nicht verändert werden, noch dürfen bestimmte eigene Dienste besonders bevorzugt werden. Dass ununterbrochen gegen diese Zugangsrichtlinie verstoßen wird, zeigt sich bespielsweise bei dem von T-Mobile ausgesprochenen Verbot der Nutzung von Skype, also der Internet-Telefonie auf iPhones, weil das Netz damit angeblich überlastet würde.</p>
<p>Bei der deutschen Diskussion um Netzsperren ging es zunächst lediglich um Kinderpornographie, einem Thema, dem schwerlich widersprochen werden kann, weil selbstverständlich jeder anständige Mensch gegen die Verbreitung kinderpornographischen Materials im Netz zu sein hat. Blicken wir über den deutschen Tellerrand geht es bei der Diskussion um Netzsperren jedoch längst nicht um Kinderpornographie, sondern um knallharte staatliche Zensurmaßnahmen. International wird dafür der Kinder- und Jugendschutz im Netz vorgeschoben, also auch einem Thema, dem man als anständiger Mensch schlecht widersprechen kann. Ein weiteres Indiz, dass es nicht um Schutz, sondern um Zensur geht, lässt sich daran festmachen, dass alle Staaten mit Bestrebungen zu Netzsperren explizit den Richtervorbehalt außen vor lassen. Die Entscheidung, welche Seiten gesperrt werden sollen, überlassen sie staatlichen, polizeilichen oder geheimdienstlichen Stellen. Ein Rechtsschutzverfahren ist in aller Regel nicht vorgesehen, wenn Seiten wie die des Finnen Jyrki Kasvi auf die Sperrlisten kommen.</p>
<p>Das Internet als nicht zentralistische Einheit ist so aufgebaut, dass es immer mehrere Routen gibt, die zum gleichen Ziel führen. Diese technische Eigenheit sichert die Stabilität und Zuverlässigkeit des Netzes und stellt sicher, dass seine Funktionen auch dann noch gehen, wenn mehrere Routen ausfallen. Das macht Zensurbestrebungen schwierig, wenn nur einzelne Staaten und nicht alle sich der Zensur anschließen.</p>
<p>Dass es international bei der Diskussion um vermeintlichen Kinder- und Jugendschutz geht, eröffnet auch noch einen anderen Blickwinkel. Das Netz ist zunächst ein Netz für Erwachsene. Erwachsene stellen die Verbindung zum Internet her und stellen ihrerseits Kindern und Jugendlichen das Netz zur Verfügung. Es obliegt also genau genommen den Erwachsenen den Schutz der Kinder und Jugendlichen durch entsprechende lokale Jugendschutzfilter zu gewährleisten. Erwachsene hingegen müssen nicht geschützt werden, zumal Zensurmaßnahmen in aller Regel nicht die erwachsenen Internetnutzer schützen, sondern den Staat vor unliebsamen Meinungen.</p>
<p>Dass es auf der anderen Seite natürlich unzweifelhaft Seiten gibt (rechtsradikale, islamistische, nationalistische, kinderpornographische), die aus dem Netz verbannt gehören, ist unstrittig. Mit Netzsperren ist diesen Seiten nicht beizukommen. Hier gilt Löschen statt Sperren als die bessere Wahl. Provider, auch in anderen als europäischen Rechtsräumen aufmerksam gemacht auf diese bei ihnen liegenden Inhalte, löschen in aller Regel innerhalb von Stunden, denn letztlich sind solche Inhalte für das Geschäft mit dem Webspace geschäftsschädigend. Löscht der Provider nicht, sollte es ein rechtsstaatlich einwandfreies internationales Verfahren geben, solche Inhalte aus dem Netz zu löschen.</p>
<p>Dass es diese rechtsstaatliche Forderung auf Seiten der vermeintlichen Kinder- und Jugendschützer in aller Regel nicht gibt, lässt meines Erachtens nach tief blicken.</p>
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		<title>CDU und SPD &#8211; Nicht mehr wählbar</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 20:12:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Bundestag hat heute mit den Stimmen von CDU und SPD das Gesetz zur Zugangserschwerung zu Kinderpornografie im Internet beschlossen. Wider besseren Wissens in vielfacher Hinsicht: Die angeblichen Fallzahlen, die Zensursula dazu heranzog dem Bundestag das Gesetz abzutrotzen und die Internetzugangsanbieter zu erpressen, wurden mit der Veröffentlichung der Kriminalpolizeilichen Statistik von Montag endgültig ad absurdum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stresstoy.de/wp-content/uploads/bka.png" rel="lightbox[1635]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1638" title="Stopp!" src="http://www.stresstoy.de/wp-content/uploads/bka-150x150.png" alt="Stopp!" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Der Bundestag hat heute mit den Stimmen von CDU und SPD das Gesetz zur Zugangserschwerung zu Kinderpornografie im Internet beschlossen. Wider besseren Wissens in vielfacher Hinsicht: Die angeblichen Fallzahlen, die Zensursula dazu heranzog dem Bundestag das Gesetz abzutrotzen und die Internetzugangsanbieter zu erpressen, wurden mit der Veröffentlichung der <a href="http://www.bmi.bund.de/cae/servlet/contentblob/541740/publicationFile/26705/PKS2008.pdf" target="_blank">Kriminalpolizeilichen Statistik</a> von Montag endgültig ad absurdum erklärt. Die angebliche Steigerungsrate von 111 Prozent kam aus einem Zahlengenerator, hatte aber nichts mit der Realität zu tun. Tatsächlich fielen die Zahlen um fast 25 Prozent.</p>
<p><span id="more-1635"></span></p>
<p>Wider besseren Wissens auch, weil jeder halbwegs fitte Mensch und übersichtlicher Interneterfahrung weiß, wie eine Sperre zu umgehen ist, die gar keine Sperre ist und schon gar nicht diejenigen aussperrt oder von etwas abhält, die eigentlich gemeint waren. Wider besseren Wissens, weil es Informations- und Freiheitsrechte von allen Bürgern beschneidet, obschon andererseits das Ziel des Gesetzes nicht eintreten wird und somit komplett wirkungsfrei ist. Wider besseren Wissens, weil unsere Verfassung die Vorzensur verbietet. Aus gutem historischen Grund ist es so. Ein Blick in das Buch der deutschen Geschichte und dem Buch, in dem unsere Verfassung offenbar nichts mehr wert auf Papier gedruckt ist, könnte da zu einer gewissen Aufhellung beitragen.</p>
<p>CDU und SPD haben sich mit diesem offen verfassungsfeindlichen und demokratieschädlichen Verhalten dauerhaft unwählbar gemacht, jedenfalls für die, die mit Internet, Computern, Handys aufgewachsen sind und unter dem Begriff &#8220;Digital Natives&#8221; zusammgefasst werden. Fortbildungsresistente Politiker, die nicht wissen, was ein Browser ist, bestimmen über das Leben derer zu deren Alltag die virtuelle Realität dazu gehört.  Dieses Gesetz wird sich als Eigentor heraus stellen, zumal es den Wahlkampf der Opposition um ein vielfaches erleichtern dürfte. Denn wie wählbar sind Parteien und Politiker noch, die sich bereits bei so einfachen Dingen, die das Internet betreffen und auch von Schimpansen verstanden würde, würde man es nur langsam genug erklären, als komplett ignorant und inkompetent heraus stellen? Meiner Meinung nach absolut unwählbar! Und wenn die Damen und Herren CDU-SPD, so viel Unterschied gab&#8217;s da programmatisch sowieso nicht mehr, ihre Wissenslücken in zehn, 15 Jahren gestopft haben, können sie sich ja vielleicht nochmal melden. Aber erst dann.</p>
<p>Ein guter Link, der erahnen lässt, wohin die Scheiße künftig regnen wird:<br />
<a href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/06/18/das-gesetz-fur-netzsperren-ist-beschlossen-meine-unabhangigkeitserklung-des-internets-von-der-deutschen-politik/" target="_blank">http://www.nerdcore.de/wp/2009/06/18/das-gesetz-fur-netzsperren-ist-beschlossen-meine-unabhangigkeitserklung-des-internets-von-der-deutschen-politik/</a></p>
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		<title>CDU, Zensur, Kinderpornografie, studiVZ</title>
		<link>http://www.stresstoy.de/2009/04/30/cdu-zensur-kinderpornografie-studivz/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 23:36:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Böse Zungen könnten meinen, ich schieße mich gerade auf die CDU ein. Vorsichtshalber weise ich das mal nicht so weit von mir. Aber es gibt einfach auch eine deutliche Häufung von CDU-Knallern, die man nicht einfach so stehen lassen kann. Dieser elende, unnütze Kinderpornografie-Filter beispielsweise, der nichts anderes etablieren soll, als die breite Akzeptanz der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Böse Zungen könnten meinen, ich schieße mich gerade auf die CDU ein. Vorsichtshalber weise ich das mal nicht so weit von mir. Aber es gibt einfach auch eine deutliche Häufung von CDU-Knallern, die man nicht einfach so stehen lassen kann. Dieser elende, unnütze Kinderpornografie-Filter beispielsweise, der nichts anderes etablieren soll, als die breite Akzeptanz der in Deutschland aus gutem historischen Grund verbotenen Vorzensur wird von den tapferen Parteisoldaten der CDU auf der Plattform studiVZ ganz eigenartig argumentiert:<br />
<span style="color: #ff0000;"><em>&#8220;Auch im Internet hat die Freiheit ihre Grenzen. Dann, wenn Rassismus und Gewaltverherrlichung praktiziert, Volksverhetzung betrieben, Neonazi-Propaganda oder Kinderpornographie verbreitert werden, hat auch im Internet zu gelten, was wir als Gesellschaft weder dulden noch tolerieren dürfen:<br />
Wer ein Stopp der Kinderpornographie im Internet zur Zensur erklärt, dem sind offensichtlich geschäftliche Interessen wichtiger als die Menschenwürde.</em></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><em><span id="more-1404"></span>Wir sind der Meinung, dass Datenschutz nicht zum Täterschutz werden darf. Deshalb sollen Datenschutzinteressen mit dem Interesse an einer wirksamen Kriminalitätsbekämpfung in Einklang gebracht werden.&#8221;</em></span><br />
<span style="color: #000000;">Das passt dann allerdings auch wieder zur sinnentleerten Schwätzerei Zensursulas. Zusammengefasst muss man also annehmen, wer die Netzzensur kritisiert, hat ein unmittelbares Interesse am Kinderpornografie-Geschäft. Das ist starker Tobak, macht aber eins wiederum deutlich, wenn es nach der <a href="http://www.stresstoy.de/2009/04/27/via-twitter-toller-beitrag-im-cdu-form-zur-heilbaren-homosexualitat/" target="_blank">Homoheilungs-Geschichte</a> überhaupt noch etwas deutlich zu machen gab: Wählbar ist diese zusammengewürfelte Inkompetenz jedenfalls nicht. Und das gute am Internet ist, dass das eigentlich sehr leicht für das geneigte Stimmvieh heraus zu finden ist. Gefunden habe ich diese interessante Betrachtung übrigens <a href="http://netzwertig.com/2009/04/29/cdu-an-filter-kritiker-euch-sind-geschaeftliche-interessen-wichtiger-als-menschenwuerde/" target="_blank">hier</a>.<br />
</span></p>
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