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	<title>StressToy &#187; Abwrackprämie</title>
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		<title>Das Volk ist bekloppt</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Aug 2009 00:12:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So, nachdem ich mir zwei Wochen schöpferischer Pause &#8211; was die Bloggerei betrifft &#8211; genommen habe, muss ich feststellen, der Deutsche an sich ist offensichtlich bekloppt geworden. Meiner Analyse zufolge verteilt sich die Beklopptheit auf alle Bevölkerungsschichten mehr oder weniger gleichmäßig, wobei Teile des Volkes mehr bekloppt sind als andere. Nehmen wir zum Beispiel die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2800" title="Das Volk ist bekloppt." src="http://www.stresstoy.de/wp-content/uploads/bekloppt.jpg" alt="" width="620" height="200" /></p>
<p>So, nachdem ich mir zwei Wochen schöpferischer Pause &#8211; was die Bloggerei betrifft &#8211; genommen habe, muss ich feststellen, der Deutsche an sich ist offensichtlich bekloppt geworden. Meiner Analyse zufolge verteilt sich die Beklopptheit auf alle Bevölkerungsschichten mehr oder weniger gleichmäßig, wobei Teile des Volkes mehr bekloppt sind als andere.</p>
<p>Nehmen wir zum Beispiel die Anhänger der HSP, welche gelbe Fähnchen schwingend, dem beliebtesten Deutschen, der Kunstfigur Horst Schlämmer aus dem Kuhkaff Grevenbroich zujubeln und ihn glatt wählen würden, so er denn wählbar wäre. Es würde mich nicht wundern, wenn die Hälfte der HSP-Anhänger am Wahltag lange den Wahlzettel absuchen würde und Wahlbetrug wittert.  Nun, muss man sich fragen, wie wird man zum beliebtesten Deutschen? Eine graue Polyester-Kittelschürze und das trutschige Herrenhandtäschchen gehören offenbar zum Equipment, wenn wer auf diesen Platz spekuliert.</p>
<p>Andererseits &#8230; sonderlich auffallen würde der Plastikpolitiker Schlämmer, an dem nix echt ist, nicht mal die Leoparden-Unterbuxe, im Berliner Politzirkus nicht weiter. Man muss ja sowieso nix mehr können, um Politik zu machen, außer pressewirksam Nebelraketen abzuschießen, damit nicht all zu vielen Seniorenwählern auffällt, dass man eigentlich so gar keinen Plan hat, was man eben als Gesetz irgendwelcher Lobbyisten ins hohe Haus eingebracht hat. Ist ja auch egal, weil der Koalitions- und Fraktionszwang sorgt eh für die konforme Mehrheit. Selber denken würde gegen manchen Abstimmungspatzer helfen, denken wir an Frau Ursulas Zensurgesetz, aber selber denken ist einfach old fashion. Das kann man echt nicht mehr verlangen.</p>
<p>Deshalb muss man sich doch bitte auch gar nicht furchtbar aufregen, wenn Herr zu Guttenberg mal eben ein paar Tausender rauskloppt und sich ein Gesetz von einer Anwaltskanzlei vorschreiben lässt, das er in dieser Wahlperiode sowieso nicht mehr durch bekommt. Irgendjemand muss den Rotz schließlich zusammen klöppeln, der alsbald vom Bundesverfassungsgericht wieder aufgehoben wird.</p>
<p>Warum wählen wir eigentlich überhaupt noch? Warum schließen wir das Parlament alltäglich auf? Warum überlassen wir verfassungsignoranten Politikern unser Land? Wenn das Bundesverfassungsgericht ohnehin jedes zweite Gesetz auf den Tisch bekommt, weil selbst Horsti Köhler nicht schnallt, dass das was er ständig unterschreibt ungefähr das Gegenteil von verfassungskonform ist, warum überlassen wir die Gesetzgebung nicht einfach für eine gewisse Standby-Zeit unseren Verfassungsrichtern.</p>
<p><strong>Einmal alles auf Anfang</strong></p>
<p>So ein Parlamentsreboot wäre gut, habe ich mir angesichts der Beklopptheit überlegt. Erstmal formatieren wir das Parlament mit seinen weichen blauen Sesseln neu. Dann tauschen wir die provisorischen Politikerhirne gegen richtige aus und setzen auf jeden zweiten Sessel einen Niedriglohnarbeitssklaven, einen Hartz-IV-Bittsteller, einen Ex-Gewerbetreibenden, der ex nur deshalb wurde, weil Banken keine Kredite mehr vergeben, perspektivlose Migranten-Kids, ein paar Friseurinnen, die mit 40 Stunden Arbeit trotzdem Hartz-IV-Empfänger bleiben und noch ein paar derer, die in unserer feinen Gesellschaft bald mehrheitlich am Rand stehen. Muss ganz schön groß sein dieser Rand. Stellen wir uns die Verteilung als große Pizza vor, ist der Rand schon ganz schön trocken geworden und ziemlich weit vorgedrungen.</p>
<p>Wann und wie beginnt eigentlich eine Revolution? Beginnt ein Aufruhr dann, wenn die Hälfte der Gesellschaftspizza aus trockenem Rand besteht? Oder braucht es vielleicht gar nur noch den einen Klecks Tomatenplumpe in der Mitte, damit die, die auf dem staubigen Rand stehen ihre Stimme nehmen und wahrnehmen und die Damen und Herren auf vermeintlich sicheren Listenplätzen aus unserem Parlament jagen? Ja genau, es ist unser Parlament und der Parlamentarier Gast auf Zeit von Volkes Gnaden. Das hat das Volk in seiner kollektiven Beklopptheit allerdings wohl vergessen.</p>
<p>Also, liebes Volk, Gäste sind schön, aber es ist auch schön, wenn der Gast wieder geht und mal jemand anderes neuen Glanz in die Hütte trägt. Vielleicht zur Abwechslung mal einen nachhaltigen Glanz. Der gemeine Politiker ist der Cousin des Bankers. Der Politiker strebt nicht die kurzfristige Gewinnmaximierung durch Spielgeld-Jonglage an, aber die Politik-Jonglage dient doch in der Regel auch nur der kurzfristigen und kurzgedachten kollektiven Volksbefriedung.</p>
<p>Denken wir in diesem Zusammenhang doch bitte mal an die Abwrackprämie. Kaum ist die geliehene Volkskohle unter das selbe gebracht, geht das Gewimmer und Gejammer los. Die Autoindustrie würde drastisch einbrechen. Keiner wird mehr Autos kaufen&#8230; Ja und?! Das ist doch sowieso ein Auslaufmodell dieses Auto. Dreckschleuder, Krachmacher, Energie- und Platzverschwender. Es war jetzt ein hübscher Schlussverkauf und nun muss die Autoindustrie sich mal wieder ans Reißbrett begeben und einfach mal wieder das machen, wofür deutsche Ingenieurskunst weltweit stand. Jedenfalls früher mal. Baut dem Volk ein Auto, das auch dann noch fährt, wenn in Kürze das Öl alle ist. Und Finger weg vom Atom, denn Atom wollen wir nicht. Millionen rollender Mini-Atomkraftwerke und bei jedem Einparken mit bösartigem Pöller im Weg produzieren wir täglich 100 Mini-GAUs. Das wollen wir nicht.</p>
<p>Ach ja, und dann war da noch Afghanistan. Auch so ein Musterbeispiel verpatzter Nachhaltigkeit. Der Afghane hat ja auch gerade gewählt oder jedenfalls der Welt eine Sowas-Ähliches-Wie-Wahl vorgespielt, aus der die Soldaten kamen, die in diesem unseligen Land für Freiheit und Demokratie gestorben sind. Feines Kasperle-Theater am Hindukusch. Der Mann mit dem lustigen Käppchen zählt so lange die manipulierten Stimmen bis das Ergebnis rauskommt, was passt, um weiterhin an der Regierung zu bleiben.</p>
<p>Und? Was machen wir? Im wesentlichen nix. Das hat &#8220;Kohls Mädchen&#8221; gut bei ihrem großen Lehrmeister gelernt: Wird&#8217;s brenzlig setze man sich in einen bequemen Sessel und sitze und sitze und sitze es aus. Für gewöhnlich vergisst sich&#8217;s dann auch wieder.</p>
<p>An Merkels Aussitzung krankt jawohl auch der Wahlkampf. Also genau genommen eben nicht Kampf, denn in einem Kampf stünden sich Gegner gegenüber. Meinungsgegner, ideologische Gegner, Gegner eben. Sieht jemand Gegner? Ich nicht. Also eigentlich doch, aber ich fürchte dieser Gegner wird es dieses mal im Bund noch nicht schaffen. Dafür sind zu wenige Senioren auf zu vielen Seniorenportalen im Netz unterwegs. Und welche Sau nicht ständig durch die Politik-Talkshows gejagt wird, existiert für das 60plus-Publikum nicht wirklich. Dummerweise fühlt diese Zielgruppe aber noch am ehesten die Bürgerpflicht, die einer Wahl entspringt. Das ist ja das Dilemma. Deshalb würde ich sagen, hoffen wir das beste, was anderes hilft jetzt sowieso nicht mehr.</p>
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		<title>Es ist ein alter Schäuble&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 17:53:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Sammelsurium]]></category>
		<category><![CDATA[Abwrackprämie]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Schäuble]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Internetdienst hat mir heute das Formular zum Download angeboten, mit dem ich meine Abwrackprämie beantragen kann. So von wegen Wirtschaft ankurbeln und so. Nun, ich fahr ja nun gar kein Auto, aber als ich mir das Formular so anblickte, hatte ich die spontane Idee, es gäbe aber den einen oder anderen Politiker, den es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stresstoy.de/wp-content/uploads/abwrackpraemie.jpg" rel="lightbox[1130]"><img class="alignnone size-medium wp-image-1131" title="Abwrackprämie für Schäuble?" src="http://www.stresstoy.de/wp-content/uploads/abwrackpraemie-180x122.jpg" alt="Abwrackprämie für Schäuble?" width="180" height="122" /></a></p>
<p>Ein Internetdienst hat mir heute das Formular zum Download angeboten, mit dem ich meine Abwrackprämie beantragen kann. So von wegen Wirtschaft ankurbeln und so.</p>
<p>Nun, ich fahr ja nun gar kein Auto, aber als ich mir das Formular so anblickte, hatte ich die spontane Idee, es gäbe aber den einen oder anderen Politiker, den es sich wirklich lohnen würde abzuwracken. Besonders unter dem Umweltgesichtspunkt und welcher weitere Schaden dem Volk damit erspart bliebe. Also, gesagt, getan&#8230; ich hab meinen alten Schäuble von 1942 nun zum Abwracken angemeldet. Dummerweise kommt der nächste Kutscher erst im September. Hoffentlich ist dann noch was im Topf ;-)</p>
<p>Hast du auch was abzuwracken? Hier gibt&#8217;s das Antragsformular&#8230;</p>
<p><a href="http://www.stresstoy.de/wp-content/uploads/abwrackpraemie-antragsformular.pdf">Abwrackprämie-Antragsformular</a></p>
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