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		<title>Gutscheine für Arme</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 21:36:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Förderung]]></category>
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		<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich habe mich so manches mal schon gefragt, ob ich denn wohl der einzige in dieser Bananenrepublik bin, der sich daran erinnern kann, dass wir bereits Gutscheine hatten. Sozialhilfeempfänger wurden früher gerne mit Essengutscheinen abgespeist, die sie bei ausgewählten Lebensmitteldiscountern einlösen konnten. Das befand der EuGH jedoch als ein Verstoß gegen die Grundrechtscharta, weswegen diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2853" title="Bloß kein Bargeld für die Armen" src="http://www.stresstoy.de/wp-content/uploads/457265_R_by_Alexander-Klaus_pixelio.de_.jpg" alt="" width="620" height="202" /></p>
<p>Ich habe mich so manches mal schon gefragt, ob ich denn wohl der einzige in dieser Bananenrepublik bin, der sich daran erinnern kann, dass wir bereits Gutscheine hatten. Sozialhilfeempfänger wurden früher gerne mit Essengutscheinen abgespeist, die sie bei ausgewählten Lebensmitteldiscountern einlösen konnten. Das befand der EuGH jedoch als ein Verstoß gegen die Grundrechtscharta, weswegen diese menschenunwürdigen und stigmatisierenden Gutscheine abgeschafft werden mussten.</p>
<p>Ursula von der Leyen fordert nun wiederum den Armen Gutscheine für die Bildungsförderung ihrer Brut unterzujubeln, obschon sie (etwas älter als ich) wissen können sollte, dass das Bundesverfassungsgericht bzw. der EuGH eine solche Lösung wieder kassieren muss. Ob ein Gutschein heute eher als Chipkarte daher kommt, spielt dabei keine Rolle. Es bleibt ein unwürdiges Instrument. Es unterstellt allen Hartz-IV-Eltern mit Geld zumindest so wenig umgehen zu können, dass sie ihrer Brut keine Bildungsförderung angedeihen lassen würden. Im Einzelfall mag das sogar stimmen. Es mag auch stimmen, dass viel öfter die Kinder Kaufentscheidungen tätigen, wenn es um Computer, Spielkonsolen, hippe Klamotten und Turnschuhe geht. Dennoch bleibt fest zu halten, es obliegt den Eltern, welche Förderung sie ihren Kindern angedeihen lassen und welche nicht. Niemand käme auf den Gedanken Nicht-Hartz-IV-Eltern ähnliche Vorschriften zu machen. Möglicherweise, weil man als Politiker hernach erledigt wäre.</p>
<p>Es ist schlichterdings eine Frechheit einerseits persé Eltern in prekären Lebenssituationen zu unterstellen, sie würden ihre Kinder nicht genug fördern und gleichzeitig andererseits unser nachweislich schlechtes Schulsystem beizubehalten und dort nicht endlich zu anderen europäischen Schulsystemen aufzuschließen. Der Geigenunterricht für das Hartz-IV-Kind kann dauerhaft demnach nicht darüber hinweg täuschen, dass unser Bildungssystem grundlegend reformiert gehört. Wir leisten es uns grundlos, jedes Jahr einen Großteil unserer Kinder ins Prekariat zu schicken. Wir finden es nicht weiter anstößig, wenn in Hamburg ein Bürgerentscheid so zurecht manipuliert wird, dass die kleine Elite, die sich abzugrenzen gedenkt, längeres gemeinsames Lernen verhindert. Hauptsache, das dumme Volk wird mit Minireförmchen, zudem nicht verfassungskonform, bei Laune gehalten und die Pfründe von Lehrerverbänden, Eliteförderern und anderen Exoten bleiben gesichert: Ein Hoch auf den ganz großen Wurf!</p>
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		<title>So alles</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Jul 2010 11:19:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespräsident]]></category>
		<category><![CDATA[Flagge]]></category>
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		<description><![CDATA[Würde mich jemand fragen (das macht vorsichtshalber niemand), was mir in diesem Lande gegenwärtig auf die Nüsse geht, so hätte ich eine lange Liste parat.  Zu allererst und oberst stünde darauf diese ekelhafte Hitze. Temperaturen um und über 30 Grad sind einfach nicht meins. Es mag daran liegen, dass in der Linie meiner Vorfahren mehrfach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2844" title="Flaggen überall..." src="http://www.stresstoy.de/wp-content/uploads/haus.jpg" alt="" width="620" height="201" /></p>
<p>Würde mich jemand fragen (das macht vorsichtshalber niemand), was mir in diesem Lande gegenwärtig auf die Nüsse geht, so hätte ich eine lange Liste parat.  Zu allererst und oberst stünde darauf diese ekelhafte Hitze. Temperaturen um und über 30 Grad sind einfach nicht meins. Es mag daran liegen, dass in der Linie meiner Vorfahren mehrfach Pinguine und Eisbären eingekreuzt wurden. Anders kann man es sich gar nicht erklären. Andererseits weiß man, irgendwann kommt wieder Winter und wochenlange Kälte, die die Heizkostenabrechnung ins Unermessliche treibt. Das will man dann auch wieder nicht. Soll heißen, der Part geht irgendwann vorbei. Hoffentlich bald.</p>
<p>Direkt an zweiter Stelle folgt dieser Party-Nationalstolz mit Beflaggung jedes Vogelhäuschens. Schwarz-Rot-Senf wo immer man auch hinguckt. Ich kann dieses &#8220;neue deutsche Bewusstsein&#8221; zwar schon besser aushalten als 2006, als dieses Geflagge erstmals in Erscheinung trat, aber schöner oder sinnreicher ist es seither trotzdem nicht geworden. Fahnen sind nationale Symbole, keine Frage, aber eben weil es ein hohes nationales Symbol ist wie Grundgesetz, Reichstag, Demokratie und Bundespräsident kommt diese Überall-und-Dauerbeflaggung seltsam beim Betrachter an. Ein Schüppchen mehr an Patriotismus hat den Deutschen lange gefehlt. Die historischen Ursachen sind bekannt. Das, was sich an Häuserwänden abspielt, hat mit Patriotismus aber überhaupt nichts zu tun, denn es ist schlichter reiner Partyotismus und Ausdruck einer Spaßgesellschaft. Was man gemeinhin unter Patriotismus versteht, fehlt diesem Volk also immer noch. Nicht eine gesunde Liebe zum eigenen Land, der eigenen Herkunft oder gar Stolz auf gesellschaftliche Errungenschaften wird demonstriert, sondern die Projektion auf eine sportliche Veranstaltung und ihre Protagonisten, die heldengleich verehrt werden. Dass es sich nicht um Helden, sondern hoch bezahlte Fußballer handelt, die in einem sportlichen Wettbewerb stehen, in dem sie gewinnen und verlieren können, wird dabei weitestgehend ausgeblendet.</p>
<p>Ich erwarte durchaus nicht, dass jeder Spaß inhaltlich bis ins letzte Atom reflektiert wird, aber ich denke, ich kann von einer Gesellschaft, die sich aufmacht Flagge zu zeigen erwarten, dass sie das im Bewusstsein ihres historischen Hintergrundes tut und dabei im Blick hat, dass Patriotismus und Nationalismus eng beieinander liegen. Wohin die Reise mit der Flagge geht, wissen wir noch nicht. Das ist noch offen. Ob man Befürchtungen entwickeln sollte, weiß ich allen Ernstes auch nicht.</p>
<p>Wo wir gerade beim Thema der nationalen Symbole sind. Nun haben wir einen neuen Bundespräsidenten. Es ist nicht der, den ich mir gewünscht hätte, aber nach meinem Wunsch wurde hierbei nicht gefragt. Dabei hat die Wahl dieses Farblos-Kandidaten einiges Ärgerliche, wo ich als Bürger denke: Muss das eigentlich sein? Die Linke ist keine Klein-Kleckerpartei. Sie hat eine starke Anhängerschaft, vor allem im Osten, aber mittlerweile auch im Westen kann man ihr letztlich nicht weniger Bedeutung zumessen als der FDP oder den Grünen. Sie hat für gute Demokraten ganz sicherlich einige Standpunkte in petto, die schwer auszuhalten sind. Jedoch garantiert die Meinungsfreiheit nicht nur die Freiheit der Meinung der etablierten Parteien, sondern auch aller anderer demokratischer Parteien. Der Nachweis, dass es sich bei den Linken um eine verfassungsfeindliche, nicht demokratische Partei handeln könnte, wurde auch in Jahrzehnten der Beobachtung durch den Verfassungsschutz nicht erbracht. Punkt.</p>
<p>Dass es sich eine Opposition im Bundestag, die inhaltlich insgesamt näher beieinander ist, als das bürgerliche Lager erlaubt, einen alternativen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten durchfallen zu lassen, die sich in lächerlichen Anwürfen, wer wen als erstes und wann angerufen oder nicht angerufen hat ergeht, obschon ein charismatischer Kandidat, der seine Reden selber schreibt, der ein Profil hat, den sich das Volk als Präsidenten wünscht, hat einfach ausgeschissen. Es zeigt sich einmal mehr, dass die Politik, gleich in welchem Spektrum sie sich befindet, ein zänkischer Haufen ist, dem das Grundverständnis für Demokratie und Politikverdrossenheit tiefgreifend fehlt. Dass die Linke mit ihrer albernen Verweigerungshaltung einen bürgerlichen Kandidaten stützt, der bespielsweise im Kuratorium einer Glaubens-Organisation sitzt, die regelmäßig Erweckungsveranstaltungen durchführt, um Schwule von ihrer &#8220;Krankheit&#8221; zu befreien, das muss sie zumindest ihren eigenen Anhängern mal ausführlich erklären. Ich meine, die FDP müsste sich selbst auch mal erklären, wie sie einem Herrn Wulff unter diesem Gesichtspunkt zustimmen konnte. Das jedoch wäre jetzt noch ein ganz anderes Thema.</p>
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		<title>Gurkentruppen-Wildsau-Übungsplatz</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 19:22:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
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		<description><![CDATA[Horst Seehofer, seines Zeichens Chef der CSU entdeckte den Klärungsbedarf bei der Gesundheitsreform. Diesen Klärungsbedarf entdeckte er nachdem Daniel Bahr, Gesundheitsstaatssekretär in einem Interview die Öffentlichkeit wissen ließ, der Winzlings-Koalitionspartner aus Bayern hätte sich wie a Wildsau verhalten. Darin entdeckte man seitens der CSU in der FDP die Gurkentruppe. Diverse unwichtige Parteisoldaten nutzten das Scharmützel, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2837" title="Gurkentruppe" src="http://www.stresstoy.de/wp-content/uploads/gurkentruppe.jpg" alt="" width="620" height="200" />Horst Seehofer, seines Zeichens Chef der CSU entdeckte den Klärungsbedarf bei der Gesundheitsreform. Diesen Klärungsbedarf entdeckte er nachdem Daniel Bahr, Gesundheitsstaatssekretär in einem Interview die Öffentlichkeit wissen ließ, der Winzlings-Koalitionspartner aus Bayern hätte sich wie a Wildsau verhalten. Darin entdeckte man seitens der CSU in der FDP die Gurkentruppe. Diverse unwichtige Parteisoldaten nutzten das Scharmützel, sich ihrerseits mal wieder der Öffentlichkeit zu präsentieren, u.a. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Christian Lindner und wer weiß, wer noch überall in die Federn von Provinzblättern seinen Senf dazu gegeben hat zu diesem Kindergarten. Argumente sind bekanntermaßen ja auch da völlig fehl am Platze, wo man mit a saftigen Stammtischgebrüll die gleiche Wirkung erzielt, gelle?</p>
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