Alles kommt wieder
Hurra… Helmut und Hans-Dieter sind wieder da. Nur dieses mal nennen sie sich Angela und Guido. Aber immerhin Hans-Dieter stand neben Guido, als dieser die gierige Pranke zur Macht ausstreckte. Was wird uns also nun in dieser Tigerentenkoalition der Macht und Gier erwarten in den kommenden vier Jahren? Denn dazu sind wir verurteilt, im Namen des (halben) Volkes, wie die taz heute titelt. Sozial schattig dürfte es werden. Konkret: Streichkonzert bei sozialen Leistungen und damit meine ich nicht mal nur Krankenkassenleistungen, sondern auch dem ganzen anderen sozialen Klump wird man sicher wieder ordentlich den Saft abdrehen. Irgendjemand muss die Party schließlich zahlen und weil nun Elite mit Elite regieren wird, ist da mit elitären Entscheidungen zu rechnen.
Zum Thema Steuern kann ich jetzt schon sagen, dass alles Quatsch war, was vor der Wahl postuliert wurde und nunmehr nach der Wahl wird es (frei nach Onkel Herbert Wehner) noch quätscher. Die Mehrwertsteuer wird steigen, dafür werden die Steuern für die Besserverdienenden sinken. Da folgen die Konservativen immer wieder dem konservativem Ideenpool, der in weiten Teilen seit immer unverändert geblieben ist. Sagt das Wort ja schon, woher der Wind weht bzw. eben nicht weht… Konservativ kommt halt von Konserve… keine neue Luft rein, dafür bleibt die alte Luft drin.
Was uns mit dieser Konstellation sonst noch ins Haus steht, ist relativ schlicht. Wer im Parlament keine gestaltende Stimme mehr hat, der muss die Gestaltungsspielräume der Straße nutzen. Vielleicht nutzen die vielzähligen Oppositionsparteien die ersten ein, zwei Jahre, um mal richtig Internet zu lernen, um dann wenn sie es dann richtig beherrschen und es auch endlich verstanden haben, klasse Demos und Streiks zu organisieren, z.b. auch via Internet. Das heißt, wenn Wolfgang Stasi Schäuble das Internet nicht mittlerweile abgeschaltet hat. Der Wähler, der gestern seine Stimme für die Koalition aus Macht und Gier gegeben hat, der hat das ja üblicherweise bis übermorgen, wenn wir alle wach werden, wieder vergessen, weshalb es in den kommenden Jahren wohl sozial etwas unruhiger werden dürfte.
Und sonst bleibt da noch diese spezielle Bitterkeit, dass uns Guido künftig im Ausland vertreten wird. Hoffen wir mal, dass wir in den nächsten Jahren keine schlimmen Krisen in der Welt haben, denn mit Westerwelle im Gepäck kann’s nur schlimmer werden. Mit etwas Glück vergisst die gute Hillary von jenseits den diesseitigen Guido zur nächsten Konferenz einzuladen, war diesseits vielleicht ein paar Verstimmungen auslöst aber jenseits auf jeden Fall die Gefahren internationaler Verwicklungen wegen dummer Bemerkungen klein hält. Kann der Guido eigentlich Fallschirmspringen? In diesem Sinne Augen zu und durch.




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