CDU weiß was gut ist für den Bürger
Wie toll, das Bürgerverdummungsprogramm der CDU ist durchgesickert, wie SPON meldet. Und nu können wir uns mal alle freuen, weil beim Durchblättern dessen, was die Überwachungsstaatspartei für ihre nächste Regierungszeit sonst noch so im Angebot hat, kann einem auch mal wieder so richtig flau werden. Programmatisch direkt importiert aus den Nachkriegsjahren hat Zensursula ausgemacht, dass ein Jahr Kindergarten Pflicht wird für Kinder, weil Zensursula und natürlich die ganze CDU weiß und wissen, was gut ist für den dummen Bürger. Dumm nur, dass eine solche Verpflichtung direkt ins Elternrecht eingreift und die kurzen Jahre unbeschwerter Kindheit mal zackig noch um ein Jahr verkürzt werden. Möchte man die eben verkürzten Schulzeiten wieder verlängern und diese Vorschule Richtung Null statt Richtung 18 durchsetzen, dann muss man eine Vorschule institutionalisieren und auflegen.
Klar, ich weiß für manchen Sprössling wäre ein Mindestjahr Kindergarten das Non-Plus-Ultra und nein, eine Plicht darf aus dem Konjunktiv nicht erwachsen. Man kann es empfehlen, man kann sich das wünschen, man kann dort, wo die Jugendämter eh schon in den Familien sind, den Kita-Besuch mit den Eltern vereinbaren, aber Pflicht?
Der zweite Klopper aus dem Bereich “Sozial” ist die “Einführung der harten Linie” im Jugendstrafrecht. Wer, so der CDU-Wille, zwischen 18 und 21 ordentlich Mist anrührt, solle doch künftig statt nach Jugendstrafrecht nach Erwachsenenstrafrecht abgeurteilt werden. Es ist eine echte soziale Errungenschaft das Jugendstrafrecht zu haben. Es stellt sicher, dass jugendliche Kindsköpfe sich nicht ihr ganzes Leben versauen, wenn sie mutprobentechnisch ein Auto klauen, einem Anderen unter Einsatz der eigenen Faust mal zeigen, was sie von ihm halten oder einen gut sortierten Plattenladen mal eben aus dem Netz herunterladen. Es ist populistischer Abfall, sich eine solche “harte Linie” ins Programm zu schreiben, weil es nach Rentnerstimmvieh fischt, realistischerweise aber nicht durchsetzbar ist. Und würde es dennoch durchgesetzt werden – diese Partei ist ja gut für dennoch durchsetzen, obwohl verfassungsfeindlich – dann wäre das ein weiterer Kandidat fürs Bundesverfassungsgericht. Naja, nachdem man sich nun die Digital Natives auf lange Sicht vergrätzt hat, bleibt wohl auch nicht viel mehr, als auf die digitalen Immigranten zu setzen. Praktischerweise ist die analoge Welt wunderbar einfach und verlangt nach einfachen Lösungen und einfachen Parolen. Das CDU-Programm ist dafür dann schonmal ein einfacher Anfang…





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