Content-Diebe und Creative Commons
Seit jeher steht mein Blog unter einer Creative Commons Lizenz, und zwar unter der Creative Commons Attribution – Noncommercial – No Derivative Works 3.0 Unported, was Content-Diebe wie ich nun wieder feststellen musste, nicht davon abhält, sich auch nach Aufforderung nicht an die Lizenz zu halten. Ich hatte ja kürzlich schonmal auf eine andere Content-Diebin aufmerksam gemacht. Die hat’s dann immerhin irgendwann gemerkt, dass sie auf dem Holzweg ist und die Lizenzverletzung abgeändert.
Was mich im aktuellen Fall maßlos ärgert und zwar so sehr, dass ich erstmals darüber nachdenke einen Anwalt mit kostenpflichtiger Abmahnung zu beauftragen ist, dass eine offenbar kommerzielle, in Deutschland betriebene Seite sich einen Dreck um diese Lizenz schert und selbst nach schriftlicher Aufforderung an den in Hilden sitzenden Betreiber an der Rechtsverletzung nichts ändert.
Wie auf dem Screenshot zu sehen ist, ist es für den Besucher dieser dubiosen Seiten in keiner Weise nachzuvollziehen, dass der Inhalt von einer anderen Seite stammt und unter einer Creative Commons Lizenz steht. Das nämlich, vorausgesetzt es würde sich nicht um eine kommerzielle Seite handeln, müsste derjenige, der meinen Inhalt übernimmt nämlich explizit nochmals erwähnen. Ist hier natürlich nicht der Fall.






4 Kommentare zu “Content-Diebe und Creative Commons”
9-2-2008
Na und? Manche Ideen sind in der Luft der Zeit, einer formuliert sie richtig, die Anderen profitieren davon… Du kannst den Wind nicht in einem Sack gefangen halten.
9-2-2008
Als Urheber kann ich darüber entscheiden, was mit meinen Inhalten passiert. Das Blog unter eine Creative Commons Lizenz zu stellen, verlangt lediglich, dass die Urheberschaft bekannt gegeben wird und die Creative Commonx Lizenz bei Verwendung mit ausgeliefert, zumindest verlinkt wird. Ich finde es nicht so schwierig oder kompliziert, dass man sich nicht daran halten könnte.
9-2-2008
Tja… Zwischen den Ankreuzkästchen eines Blogsystems und der Realen Realität gibt es häufig Unterschiede…
Tja – offensichtlich sind Andere anderer Meinung, oder einfach zu faul. Und die Praxis zeigt, dass du sie nicht dazu zwingen kannst.
Es ist halt so, langsam muss man die Realität akzeptieren: Internet hat die Idee “Urheberechte” kaputt gemacht. Sie funktioniert einfach nicht mehr. Jetzt kann man es bereuen und gegen die bösen bösen bösen Raubkopierer und Anonymzitierer kämpfen, oder man erfindet ein anderes System und eine andere Welt.
Ich bin Informatiker. Wenn ich in meiner Schul- und Unizeit alle Programmiertools bezahlt hätte, die ich benutzen musste, um meinen Beruf zu lernen, hätte ich diesen Beruf nie lernen können. In meinem Alter trifft das auf 99,9% der Informatiker zu. Irgendwann hat man in den USA gemerkt, dass es keinen Sinn macht, die Urheberechte auf diesen Tools zu schützen, weil man so weniger Informatiker ausbilden würde, und im Nu von Indien überholt wäre. Kurz darauf sind alle Programmierwerkzeuge kostenlos geworden, und die Branche ist trotzdem nicht untergangen: man hat halt andere Lösungen und Organisationen gefunden. Es sollte also auch ürhgendwie doch möglich sein, bei Blogs usw. sich auch keine Gedanken mehr um irgendwelche Urheberechte zu machen, und zwar nicht, weil diese besser geschützt sind, sondern weil sie einfach nicht mehr relevant sind. Sucht mal…
9-3-2008
Ich sehe es etwas anders. Ich denke, dass beides geht und beides seine Berechtigung hat, ein sehr offenes CopyLeft kann sehr wohl neben einem Copyright existieren und man kann erwarten, dass mensch sich daran hält, und dabei meine ich nicht mal den finanziellen Ausgleich, der ist mir völlig wurscht.
Ich mag konservativ sein, was das betrifft, aber ich finde es unanständig sich Inhalte zu eigen zu machen, auf die man durch eigenes Nachdenken nicht gekommen ist.
Und natürlich könnte ich gegen diese Webseite vorgehen, wenn es mich denn genug anbrennen würde, aber es würde mich vielmehr anbrennen wegen so einem Kleckerkram monatelang mit einem Anwalt zu konferieren.
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