Tibet – Es ist Zeit für den eigenen Staat
Ok, ich gebe zu, Tibet, das ist eher ein weißer Fleck auf meiner Landkarte. Dach der Welt, Dalai Lama, gehört irgendwie zu China, irgendwie auch nicht. Mein Wissen bezüglich dieses Weltendachs ist begrenzt. Nun habe ich versucht mich schlau zu machen, so gut es eben geht im Schatten der aktuellen Ereignisse und Unruhen in Tibet und fand interessantes im Wikipedia-Artikel zum Thema der tibetischen Geschichte.
Es mag ja sein, dass ich im Geschichtsunterricht nicht richtig aufgepasst habe, als China dran war, es mag aber genauso gut sein, dass das tibetische Thema überhaupt nie dran war. Es war mir jedenfalls bislang entgangen, dass Tibet lange Zeit, die bis in die Regentschaft der chinesischen Kaiser zurück reicht unter chinesischem Protektorat stand, aber in sich autonom war. Das hatte offenbar Vorteile für beide Kulturen, denn dieses Konstrukt der vollen inneren Autonomie Tibets unter dem Schutz Chinas hielt von 1720 an fast 200 Jahre.
Erst die Briten haben mit ihrer Einmischung 1894 den Status verändert und betrieben die Abspaltung Tibets von China. 1913 erklärte sich Tibet für unabhängig. Diese Unabhängigkeitserklärung unter britischem Einfluss wurde nie von irgendeinem Staat anerkannt. 1950 dann marschierten chinesische Truppe der “Volksbefreiungsarmee” nach Tibet ein und annektierten das Gebiet.
Unter diesem historischen Blick, der ja ganz bestimmt unvollständig ist und nur knapp zusammen rafft, was über die Jahrhunderte in Tibet passierte, ist es dennoch Zeit für den eigenen Staat. Tibet gehört nicht zu China, nicht in kultureller Hinsicht, nicht in politischer, nicht in religiöser. Auch wenn Tibet als eher schwache Kultur nie wirklich in einen eigenen Staat mündete oder sich die Staatengemeinschaft erlaubte, eine Unabhängigkeitserklärung nicht anzuerkennen, gibt es China nicht das Recht, diese Annexion auf immer so weiter zu führen.
Unter dem Gesichtspunkt der kommenden Olympischen Spiele in China finde ich persönlich, China gehört boykottiert für diese harte Haltung den Tibetern gegenüber. Klar, Sportler und Fans können erstmal nichts dafür, dass China kulturell verblendet ist, aber genau genommen war es doch schon ein Fehler Spiele in einem Land abhalten zu wollen, das mit Demokratie und Freiheit so wenig zu tun hat wie Schokolade mit Diät.
Auch interessant:




Ein Kommentar zu “Tibet – Es ist Zeit für den eigenen Staat”
3-17-2008
[...] Die “Friedensspiele” in China?!?!?! Es darf nicht sein. Es ist Unrecht. Es ist Genozid. Unmenschlich. Das dürfen wir nicht unterstützen !!! Kriegsrecht statt Menschenrechte?! Wie ging grad noch mal die nolympische Geschichte?! [...]
Sag was...