Privatsphäre? Was soll das denn sein?
Auf den Gedanken könnte man kommen in unserer feinen Bananenrepublik. Dass das bei Schäublonischen Plänen zum Standard-Repertoire gehört, ist ja nun landauf landab bekannt. Aber dass es so heftig um sich greift bei harmlosen Arztbesuchen, bei denen man doch einfach nur seine Krankenversicherungskarte in den Schlitz stecken möchte, das finde ich neu. Wobei wenn man dem aufziehenden Gesundheitskartenkrampf Glauben schenken mag, dürfte die datengesicherte Zukunft finster aussehen.
Warum beispielsweise will man von Kassenpatienten die Einwilligung zur Bonitätsprüfung? Kann mir das mal jemand erklären. Nun gut, auch wenn mir das jemand erklären könnte, finde ich es dennoch mehr als daneben, weil für beschissene Praxisgebühr brauchts keine Bonitätsprüfung und sollte ich mich jemals zu kosmetischen Leistungen entscheiden, kann man mir ein solches Formular auch nochmal unter die Nase halten.
Und warum wissen diese Fachverkäuferinnen am Ärzte-Counter nienicht, was sie mit den erhobenen Daten anstellen wollen? Wie lange sie sie speichern beispielsweise und wo und wer Ansprechpartner ist, wenn man seine Einwilligung zur Speicherung dereinst widerrufen möchte? Wo gehen die Daten überhaupt überall hin… alles viele große Unbekannte in diesem Spiel.
Wenn ich denn schon beim Arzt vorsprechen möchte, dann will ich einfach ein bisschen freundlichen und kompetent, will meine Karte in den Schlitz schieben und bitte meinetwegen auch Praxisgebühr abwerfen. Aber eins will ich ganz sicher nicht: Ich will kein ausschlachtbares Datenschweinchen sein, das als künftiger Zechpreller betrachtet wird. Meine Meinung: Da braucht es dann auch kein besonders geschütztes Arzt-Patienten-Verhältnis mehr, wenn das nunmehr die Regel wird.





2 Kommentare zu “Privatsphäre? Was soll das denn sein?”
4-4-2008
http://www.frei-geist.org/2008/04/bananenrepublik.html
http://www.typepad.com/t/trackback/2863578/27751142
4-4-2008
nu, über diese skandalösen praktiken werden wir bald mehr berichten…. ;-)
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